Photodynamsiche Therapie

Die photodynamische Therapie (PDT) ist ein Verfahren zur Behandlung von Gefäßprozessen der Netzhaut (feuchte Form der AMD, Gefäßmembranen bei hoher Kurzsichtigkeit, Retinopathie centralis serosa). Insbesondere lassen sich Blutgefäßwucherungen (Neovaskularisationsmembranen) unter der Netzhaut veröden, ohne die Netzhaut direkt zu schädigen. Dabei wird das lichtempfindliches Medikament Verteporfin/Visudyne® intravenös verabreicht. Dieses Medikament reichert sich in der Gefäßwucherung an und entfaltet dort bei Belichtung mit einem speziellen Laser seine Wirkung. Es kann eine Thrombose innerhalb der Gefäßwucherung erzeugen und dieses Leck damit verstopfen. Da das Medikament auch die Haut des Patienten lichtempfindlich macht muss der Patient Haut und Augen für 2 Tage vor hellem Licht schützen. Die Behandlung muss in der Regel mehrfach (in Abständen von 2-3 Monaten) durchgeführt werden, um eine dauerhafte Wirkung zu erzielen. Bei 60-70 % der behandelten Patienten kann eine Stabilisierung der Sehkraft erreicht werden. Eine Verbesserung der Sehkraft ist leider nur selten möglich. Da die Behandlung der feuchten Form der AMD mit FEGF-Antikörpern (durch eine Injektion in den Augapfel des Patienten) eine bessere Wirksamkeit hat, ist die PDT hier nur die Methode der 2. Wahl, kann aber in einzelnen Fällen z.B. als Kombinationstherapie sehr hilfreich sein.