Lasermedizin

Das Wort LASER ist ein Akronym oder auch Initialwort. Es bedeutet „Light Amplification by Stimulated Emession of Radiation“. Also Lichtverstärkung durch angeregte Aussendung von Strahlung. Hierbei entsteht gebündelte, sehr energiereiche und sehr reine elektromagnetische Strahlung. Je nach Wellenlänge der Strahlung wird sichtbares Licht oder unsichtbare Strahlung ausgesandt. Diese kann – an der richtigen Stelle, richtig dosiert und zur rechten Zeit eingesetzt – zur Behandlung von Augenerkrankungen genutzt werden. So wird grünes Licht (z.B. die Strahlung eines frequenzgedoppelten Nd:YAG-Lasers (ein Festkörperlaser mit einem Medium aus Neodym-dotierten Yttrium-Aluminium-Granat-Kristall) mit einer Wellenlänge von 532 nm zur Behandlung der Netzhaut (Netzhautlöcher, diabetische Netzhauterkrankung, Gefäßprozesse der Netzhaut) eingesetzt. Es wird dabei Gewebe durch die Laserenergie verbrannt (koaguliert) und verschweißt. Energiereiche Strahlung im nichtsichtbaren elektromagnetischen Spektrum (erzeugt von einem normalen, nicht frequenzgedoppelten Nd:YAG-Laser, Wellenlänge 1064 nm) benutzt man zur Behandlung eines sog. Nachstares (tritt bei einigen Patienten nach einer Operation des grauen Stares auf) oder bei einem akuten Glaukom („Glaukomanfall“). Es wird dabei Gewebe zerrissen, z.B. ein Loch in die Linsenkapsel oder die Regenbogenhaut geschnitten.

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