Fluoreszenzangiographie

Die Fluoreszenzangiographie (FAG) ist ein Untersuchungsverfahren der Netzhaut. Über einen venösen Zugang (z.B. eine Armvene) wird ein gelber Farbstoff (Natriumfluoreszein) in den Blutkreislauf des Patienten gespritzt. Auf diesem Weg gelangt der Farbstoff auch in die Arterien und Venen der Netzhaut. Durch ein blaues Blitzlicht einer speziellen Fotokamera wird der gelbe Farbstoff in diesen Blutgefäßen angeregt und wirft ein grünes Fluoreszenzlicht zurück, das über einen Filter von der Kamera aufgenommen wird. Es entstehen so hoch aufgelöste Fotos der Netzhaut in den einzelnen Phasen der Durchblutung. Damit können Gefäßverschlüsse, Engstellen, Gefäßwucherungen (Proliferationen, Neovaskularisationen) oder auch undichte Blutgefäße, sog. Leckagen sichtbar gemacht werden. Solche Leckagen spielen eine grosse Rolle bei der diabetischen Netzhauterkrankung und bei der feuchten altersbedingten Makuladegeneration. Normale FAG: 1 Leeraufnahme: Schwarz-Weiß-Aufnahme („rotfrei“) der Netzhaut, linkes Auge 2 Arterielle Phase: Die Arterien der Netzhaut sind mit Farbstoff gefüllt, die Venen erscheinen noch dunkel 3 Arterio-venöse Phase: Arterien und Venen sind mit Farbstoff gefüllt 4 Spätphase: Nach ca. 6 Minuten befinden sich normalerweise nur noch schwache Farbstoffreste in der Blutbahn.

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